lyrik

Kannst du mich hören?

Bild Ulrike Hinrichs

 

… weitere Gedichte … unter dem Sofa …

.

Frau Holle

Wohin
mit
all
den
zeternden
Querelen,
 
die
wie
Sporen     
der
Lamellenpilze
sich,
.
Pfui Teufel,
.
in
der
Großhirnrinde
ungeschlechtlich
mehren?
.
Sie
brechen
durch
die
spröde
Kopfhaut.
Eiter.
 
Ergießen
sich.
Millionenfach.
 
Und
wissen
nicht.
 
Duschkopf.
Muffkopf.
Tatort.
.
Weiter.
 .
 © 2011 Texte Ulrike Hinrichs
.

von U lrike Hinrichs

Hand reichen

Band binden.
Verschwinden.
Vergeben,
 
heißt
durch Geben,
tilgen.
 
Milben,
bleiben
auf dem leeren Sofa.
 
Rotkäppchen
und der Wolf
kommen
nicht wieder
zuück.
 
Aber ich
auf dich
zu
ein klitzekleines Stück.

Bild & Text Ulrike Hinrichs 2012

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Der Held

Er hatte schlechte Laune,
der Held
der keiner war,
weil ihn niemand sah.
 
Sein Hemd gegeben
und fast sein Leben,
so ehrenvoll,
so voller Mut,
so kraftvoll
und bescheiden
hatte er gekämpft.
.
Nun sah ihn keiner,
außer einer
und das war
er selbst.
.
Wo gab es sie,
Gerechtigkeit?
Bewunderung?
Verehrung?.
 
Kein Dankeschön,
kein Heldenruhm,
man hatte
ihn geprellt.
.
Was hatte er
nur falsch gemacht,
der Held
der keiner war,
weil ihn niemand sah?
 
© 2011 Texte Ulrike Hinrichs
.

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Back to paradise

Koffer gepackt.
 
Für
die
Ewigkeit.
 
Sie
lüpfen
die
Röcke.
 
Verderben.
 
Der
Tag
wird
heute.
 
Sie
sind
bereit.
 
Wieder
unendlich
werden.
 

© 2011 Bild und Text Ulrike Hinrichs
 
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Der süße Schlaf
 
Du umgarnst mich,
spritzt mir dein süßes Gift.
Ich füge mich.
Mein Puls wird ruhig,
der Blutdruck sinkt,
ich atme flach.
Die Lider sind schwer,
ich kann sie nicht halten.
 
Ich döse.
 
Gedanken surren
wie Mücken durch meinen Kopf.
Du holst mich,
wickelst mich ein,
wärmst mich.
Ich hab dich nie gesehen.
Alles dreht sich.
Du nimmst mich mit,
in deine Welt,
zwischen hier und da,
jetzt und dann.
 
Alles grau,
ein Strudel,
ein Sog,
du packst mich,
ziehst mich rein,
löst mich auf.
Ich schmelze,
zerfließe.
Wo geht es hin?
 
Ich vertraue,
süßer Schlaf.
© 2011 Texte Ulrike Hinrichs
-
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Bruder Schlaf

Schlaf, du
in meinem Kopf
auf dem
großen Kissen
aus Gehirn.
 
Geteilt die Welt
in zwei Hemisphären,
gefaltet, gefurcht.
So warm und weich
schaukelt sie dich,
die Großhirnrinde.
 
Wann kommst du
heim?
 
Schlaf,
mein kleiner Bruder,
zugedeckt
mit Lappen
aus rosa Hirn.
 
Bald
werden wir
uns wiedersehen.
 
© 2011 Texte Ulrike Hinrichs
 

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Die Regenkönigin

Das Wolkenband
dehnt sich,
zieht sich,
streckt sich,
 
über
Wiesen,
Felder,
Häuser.
 
Tropfen
lösen
sanft
die Himmelsnaht.
 
Wolken
platzen,
brechen,
motzen.
 
Träume fallen,
schlagen auf,
zerbersten
an der Häuserwand.
 
Der Schleier
der Vergebung
legt sich,
 
still, sei still,
 
über
das
vernarbte
 Land.
 
© 2011 Texte Ulrike Hinrichs

montag@aufdemsofa.com

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